Türkenbund und Lochenschneckle
Der 16. Juni war gut gewählt: angenehme Temperaturen, ein frisches
Lüftchen und eine hervorragende Fernsicht.
Um 9 Uhr fuhren wir über Hechingen, Balingen, Weilstetten zum
Lochenparkplatz. Ein schmales Sträßchen führte uns Albwanderer über
Oberhausen, einem ehemaligen Rittergut, nach Hausen a.T., einem
blitzsauberen 400-Seelen-Dorf, und von dort bergauf, am Golfplatz
vorbei, über den geradezu alpinen, mit Geländern versehenen Steilaufstieg
zum Plettenberg (1002 m), wo uns eine herrliche Aussicht erwartete.
Entlang der mit gelbem Enzian und blauen Glockenblumen bewachsenen
Bergkante, mit immer wieder freien Ausblicken, erreichten wir das
"Schafhaus" (AV Dotternhausen, So. geöffnet, großer Grillplatz).
Dort legten wir eine sonnige Vesperpause ein.
Jetzt ging's zum Steinbruch des Zementwerks Dotternhausen. Wir
genossen den vorzüglichen Weitblick auf die Schwarzwaldberge, vom
Feldberg bis zur Hornisgrinde. Dann den Randweg entlang, am Fernmeldeturm
vorbei, bergab und wieder bergauf, zum Hohen Fels (996 m) und weiter,
zum Gespaltenen Fels, der den Beginn eines Bergrutsches andeutet.
Von hier wanderten wir durch die Senke zwischen Schafberg und Wenzelstein,
einer ehemaligen Burg, mit wunderschönem Blick auf Lochen, Hohenzoller,
Hundsrücken ... Eine Schafherde mähte gerade den Schafberg!
Etwas bergab - und schon stiegen wir wieder steil hinauf zum
Lochenstein (963 m), bewunderten die zauberhafte Steingartenflora
und wurden am Gipfelkreuz durch eine traumhafte Rundumsicht für
unsere Mühe belohnt.
Was wäre eine Wanderung ohne gemütliche Einkehr? Im Restaurant
"Berghütte" in Tieringen gab's Riesenstücke von Feuerwehr-
und anderen Kuchen oder leckere Bratkartoffeln mit Leberwurst ...
Um ca. 18:00 Uhr waren wir zurück in Tübingen.
Bewertung: sehr empfehlenswert!
Eure Ingrid Möller